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By Peter Kamleiter

Während schon vor quickly 50 Jahren Menschen zum Mond geflogen sind, sind im 21. Jahrhundert noch mehr als zwei Milliarden Menschen Anhänger eines christlichen Gottes- und Menschenbildes, das in seinen Ursprüngen bis weit in die Antike zurückreicht. Wie plausibel kann aber das christliche Weltbild noch sein, angesichts der Erkenntnisse der modernen Natur- und auch Geisteswissenschaften? Wirkt ein transzendenter Schöpfergott nicht wie ein Fremdkörper in einer Welt, deren Geheimnissen guy immer mehr auf die Spur kommt? Ohne eine radikal-atheistische place zu vertreten, versammelt Peter Kamleiter die Erkenntnisse von Kosmologie, Evolutionsbiologie, Hirnforschung, der Philosophie, ja sogar einer mittlerweile auch selbstkritischen Theologie, um die Unvereinbarkeit althergebrachter Mythen und Vorstellungen mit moderner Wissenschaft zu belegen. Und Kamleiter fragt: Welche Existenzberechtigung und welcher gesellschaftliche Einfluss darf Kirche und faith in Schulen, Medien und Politik beispielsweise in Fragen der ethical überhaupt noch zugestanden werden?

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Essays on the Characteristics

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Der entzauberte Glaube 29 Gewaltbereitschaft bei der Bekehrung oder Ausrottung der Heiden. Die christliche Liebe war zu diesem Zeitpunkt wahrlich keine von Herzen kommende Liebe, sondern stand immer im Bann der religiösen Ideologie und wurde dieser in praxi untergeordnet. 16 Besonders charakteristisch für das Lebensgefühl und das Weltbild der mittelalterlichen Menschen war das von der kurialen Obrigkeit auch zum Zwecke der Gefügigmachung der Plebs bewusst einverleibte Bewusstsein, dass das Jenseits wichtiger sei als das Diesseits.

17 Der Abstand zwischen den einstigen Idealen des Stifters des Christentums und der Wirklichkeit, also mit unermesslichem Luxus, Genusssucht auf der einen und Armut, geistiger Unterdrückung, körperlicher Grausamkeit und schrei17 Zitiert nach Endres, Rolf: Einführung in die mittelhochdeutsche Literatur, 1971, S. 48. Der entzauberte Glaube 31 endem Unrecht auf der anderen Seite, war exorbitant. Noch heute besteht diese schwer nachvollziehbare Kluft zwischen kurialem Reichtum und einer unsäglichen Armut unter dem weitaus größten Teil der Erdbevölkerung.

Im Gegensatz zu Spinoza aber behält Descartes den christlichen Dualismus von Gott und Welt bei. Zu sehr war er im christlichen, speziell katholischen Glauben verwurzelt. Spinoza, als freigeistiger Denker, setzte sich über religiöse Einschränkungen des Denkens hinweg, mit dem Ergebnis, dass seine mit Descartes im Ansatz gleiche Substanzauffassung zu einem radikalen Pantheismus führte. Das ganze Sein in seiner gesamten Fülle, wird nicht nur auf die eine göttliche und ursprüngliche Substanz zurückgeführt, sondern alles ist in ihr und sie ist in allem; sie selbst ist alles.

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